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<title>Allergen</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Allergen</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Ein <b>Allergen</b> ist eine Substanz, die über Vermittlung des <a href="Immunsystem" title="Immunsystem">Immunsystems</a> <a href="%C3%9Cberempfindlichkeitsreaktion" class="mw-redirect" title="Überempfindlichkeitsreaktion">Überempfindlichkeitsreaktionen</a> (allergische Reaktionen) auslösen kann. Die verschiedenen Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien, <a href="Pseudoallergie" title="Pseudoallergie">Pseudoallergien</a> und <a href="Intoleranz_(Medizin)" title="Intoleranz (Medizin)">Intoleranzen</a>) sind im Artikel <a href="Allergie" title="Allergie">Allergie</a> beschrieben. Dieser Artikel beschreibt die Stoffe.
</p><p>Ein Allergen ist ein <a href="Antigen" title="Antigen">Antigen</a>. Allergene haben keine chemischen Gemeinsamkeiten. Deswegen ist es nicht möglich, eine Chemikalie zu entwickeln, die Allergene zerstört. Die meisten Allergene sind <a href="Proteine" class="mw-redirect" title="Proteine">Proteine</a> oder Proteinverbindungen. Das <a href="Immunsystem" title="Immunsystem">Immunsystem</a> allergischer Patienten reagiert mit der Bildung von <a href="IgE" class="mw-redirect" title="IgE">IgE</a>-<a href="Antik%C3%B6rper" title="Antikörper">Antikörpern</a> auf den Kontakt mit Allergenen. „Pseudoallergene“ sind demgegenüber Stoffe, bei denen das Immunsystem nicht beteiligt ist, wohl aber Mediatoren, wie z.&nbsp;B. die <a href="Histamin" title="Histamin">Histamine</a>.
</p><p>Allergene können nach verschiedenen Gesichtspunkten eingeteilt werden:
</p>
<ul><li>nach der Art des Kontakts mit den Allergenen (z.&nbsp;B. Inhalationsallergene, Nahrungsmittelallergene)</li>
<li>nach der Allergenquelle (z.&nbsp;B. Allergene aus <a href="Epithel" title="Epithel">Tierepithelien</a><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, <a href="Pollenallergie" class="mw-redirect" title="Pollenallergie">Pollenallergene</a>, <a href="Bienengiftallergene" title="Bienengiftallergene">Bienengiftallergene</a>, <a href="Schimmelpilz" class="mw-redirect" title="Schimmelpilz">Schimmelpilzallergene</a>)</li>
<li>nach dem Pathomechanismus, durch den die allergische Reaktion ausgelöst wird (z.&nbsp;B. IgE-reaktive Allergene)</li>
<li>nach der Frequenz ihrer Erkennung durch IgE-Antikörper (Haupt- und Nebenallergene)</li>
<li>nach ihrer <a href="Aminos%C3%A4uresequenz" title="Aminosäuresequenz">Aminosäure-Sequenz</a> in bestimmte Allergengruppen (z.&nbsp;B. Gruppe-5-Graspollenallergene) oder in bestimmte Proteinfamilien (z.&nbsp;B. <a href="Lipocalin" class="mw-redirect" title="Lipocalin">Lipocaline</a>, <a href="Profilin" title="Profilin">Profiline</a>). Anhand dieser Einteilung sind mögliche <a href="Kreuzallergie" title="Kreuzallergie">Kreuzallergien</a> ablesbar.</li></ul>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="IgE-reaktive_Allergene">IgE-reaktive Allergene</h2></div>
<p>IgE-reaktive Allergene sind jene <a href="Antigene" class="mw-redirect" title="Antigene">Antigene</a>, gegen die sich die fehlgeleitete <a href="Immunantwort" title="Immunantwort">Immunantwort</a> bei Typ-I-<a href="Allergie" title="Allergie">Allergien</a> richtet. Diese Allergene kommen ubiquitär (überall) vor und jeder Mensch kommt auch mit ihnen in Kontakt, und zwar durch <a href="Inhalation" title="Inhalation">Inhalation</a>, <a href="Nahrung" title="Nahrung">Nahrungsaufnahme</a> oder Berührung. Bei gesunden Personen kommt es entweder zu keiner Immunantwort gegen Allergene oder zu einer milden Immunantwort mit der Bildung von Allergen-spezifischen <a href="IgG" class="mw-redirect" title="IgG">IgG</a><sub>1</sub>- und IgG<sub>4</sub>-<a href="Antik%C3%B6rper" title="Antikörper">Antikörpern</a>. Im Gegensatz dazu kommt es bei Allergikern zu einer Bildung von Allergen-spezifischen <a href="IgE" class="mw-redirect" title="IgE">IgE</a>-Antikörpern. Diese veränderte Immunantwort wird – vereinfacht dargestellt – einem verschobenen <a href="T-Helferzelle" title="T-Helferzelle">T-Helferzellen</a> Typ 1 – Typ 2 (Th1-Th2)-Gleichgewicht zugeschrieben, mit einer Th2-dominierten Immunantwort bei Allergikern und einer Th1-dominierten Immunantwort bei gesunden Personen.
</p><p>Allen IgE-reaktiven Allergenen ist gemeinsam, dass sie sehr gut wasserlösliche und eher sehr stabile <a href="Protein" title="Protein">Proteine</a> oder Glycoproteine sind. Es handelt sich meist um kleine Proteine in der Größe von 5 bis 80&nbsp;<a href="Dalton_(Einheit)" class="mw-redirect" title="Dalton (Einheit)">kDa</a>. Sonst sind Allergene von ihrer Struktur, <a href="Aminos%C3%A4ure" class="mw-redirect" title="Aminosäure">Aminosäure</a>-Sequenz oder biologischen Funktion her, sehr unterschiedlich. Die Frage, „was ein Allergen zu einem Allergen macht“, konnte noch nicht befriedigend geklärt werden. Verschiedene Faktoren, wie z.&nbsp;B. die Art der Allergenaufnahme (z.&nbsp;B. durch Inhalation), die Partikelgröße, die enzymatische Aktivität einiger Allergene und die Tatsache, dass Allergene in ausgesprochen kleinen Mengen aufgenommen werden (nanogramm-Mengen reichen), scheinen einen Einfluss auf die Allergenizität zu haben. Alle Allergene haben gemeinsam, dass sie von <a href="Dendritische_Zelle" title="Dendritische Zelle">dendritischen Zellen</a> aufgenommen werden müssen und eine Differenzierung der dendritischen Zelle in eine Th2-induzierende aktivierte dendritische Zelle induzieren.
</p>

<p>IgE-reaktive Allergene kommen in einer Vielzahl von Allergenquellen vor. Eine Allergenquelle kann mehrere verschiedene Allergene freisetzen. So sind für die Hausstaubmilbe <i><a href="Dermatophagoides_pteronyssinus" class="mw-redirect" title="Dermatophagoides pteronyssinus">Dermatophagoides pteronyssinus</a></i> mehr als 20 verschiedene Allergene bekannt. Allergiker können gegen nur ein Allergen oder auch gegen mehrere Allergene einer Allergenquelle sensibilisiert sein, also IgE-Antikörper bilden. Unter „Hauptallergenen“ versteht man jene Allergene einer Allergenquelle, gegen die mehr als 50&nbsp;% der Patienten mit der betreffenden Allergie, <a href="IgE" class="mw-redirect" title="IgE">IgE</a>-Antikörper bilden. Alle anderen sind „Nebenallergene“.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kontaktallergene">Kontaktallergene</h2></div>
<p><a href="Kontaktallergen" class="mw-redirect" title="Kontaktallergen">Kontaktallergene</a> sind Auslöser von Typ-IV-Allergien. Das typische Krankheitsbild ist das <a href="Allergisches_Kontaktekzem" title="Allergisches Kontaktekzem">allergische Kontaktekzem</a>, das sich genau an den Körperstellen zeigt, die mit dem betreffenden Allergen in Kontakt kommen. Meist sind das die Hände, das Gesicht, die Unterschenkel oder der Nacken.
</p><p>Zu den häufigsten Kontaktallergenen gehören <a href="Nickel" title="Nickel">Nickel</a>, <a href="Thiomersal" title="Thiomersal">Thiomersal</a>, <a href="Parfum" class="mw-redirect" title="Parfum">Parfum</a>, <a href="Cobalt" title="Cobalt">Cobalt</a>, <a href="Formaldehyd" title="Formaldehyd">Formaldehyd</a>, <a href="Perubalsam" title="Perubalsam">Perubalsam</a>, <a href="Kolophonium" title="Kolophonium">Kolophonium</a>, <a href="Isothiazolinone" title="Isothiazolinone">Isothiazolinone</a>, <a href="Chrom" title="Chrom">Chrom</a>, Thiuramix.
</p><p>Besonders im beruflichen Umfeld spielen Kontaktallergene eine große Rolle. Berufsgruppen, die häufig betroffen sind, sind Köche, Friseure, Bäcker, Reinigungskräfte, Personal in der Möbelherstellung, in Fleisch und Fisch verarbeitenden Betrieben und in Gärtnereien.
</p><p>Die EU-Richtlinie 94/27/EG („Nickel Directive“) legt fest, dass Nickel nicht in Schmuck und anderen mit der Haut in Berührung kommenden Produkten enthalten sein darf.
</p><p>Beispiele für Kontaktallergene:
</p>
<ul><li>tierischen Ursprungs: Seide, <a href="Wolle" title="Wolle">Wolle</a>, Wollwachs, <a href="Milben" title="Milben">Milben</a></li>
<li>pflanzlichen Ursprungs: Wiesenpflanzen und <a href="Primel" class="mw-redirect" title="Primel">Primeln</a><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>chemische Kontaktallergene: <a href="Teer" title="Teer">Teer</a>, Nickel und Chrom</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Inhalationsallergene_oder_Aeroallergene">Inhalationsallergene oder Aeroallergene</h2></div>

<p>Inhalationsallergene oder Aeroallergene werden über die Atmung aufgenommen. Ein typisches Beispiel sind Birkenpollenallergene.
</p><p>Beispiele für Inhalationsallergene:
</p>
<ul><li>tierischen Ursprungs: aus Tierepithelien freigesetzte <a href="Schwebstoff" class="mw-redirect" title="Schwebstoff">Schwebstoffe</a>,<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Hausstaubmilben" title="Hausstaubmilben">Hausstaubmilben</a></li>
<li>pflanzlichen Ursprungs: <a href="Gr%C3%A4serpollenallergie" title="Gräserpollenallergie">Gräserpollen</a>, Pilzsporen, <a href="Mehl" title="Mehl">Mehl</a>, <a href="Holzmehl" title="Holzmehl">Holzmehl</a> und Holzstaub</li>
<li>chemischen Ursprungs: Dämpfe von <a href="Additiv" title="Additiv">Additiven</a> in Kraft-, Kunst- und Beschichtungsstoffen</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Nahrungsmittelallergene">Nahrungsmittelallergene</h2></div>
<p>Nahrungsmittel- und Arzneimittel-Allergene werden durch den Mund in den Körper aufgenommen.
</p><p>Beispiele für Nahrungsmittel- und Arzneimittel-Allergene:
</p>
<ul><li>tierischer Herkunft: Milchproteine, Eier, Krebse, Fisch und Fleisch, Milbenkäse</li>
<li>pflanzlicher Herkunft: Erdbeeren, Äpfel, Nüsse, <a href="Phaseolin" title="Phaseolin">Bohnen</a></li>
<li>Arzneimittel: Schmerzmittel und <a href="Penicillin" class="mw-redirect" title="Penicillin">Penicillin</a></li></ul>
<p>Es ist sehr schwierig und bisher kaum zufriedenstellend gelungen, die Allergie-auslösende Aktivität verschiedener Allergene miteinander zu vergleichen. Methoden zur Allergen-Bewertung wurden in den USA und in Australien entwickelt: Die FDA verwendet für Lebensmittelallergene die Bewertung nach <a href="LOAEL" class="mw-redirect" title="LOAEL">LOAEL</a> (Lowest Observed Adverse Effect Level). Daneben bestehen Schwellenwerte für einige Allergene in ppm (mg Protein pro kg Lebensmittel) gemäß VITAL-Konzept (<i>Voluntary Incidental Trace Allergen Labelling</i>, Australien).<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Entsprechend <a href="Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung" title="Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung">Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung</a> muss die Verwendung bestimmter (häufiger) Allergengruppen als Zutaten in Lebensmitteln deklariert werden.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable" border="1">
<caption>Zusammenstellung der von der FDA 2006 publizierten LOAELs für Lebensmittelallergene
</caption>
<tbody><tr>
<th>Nahrungsmittel</th>
<th><a href="LOAEL" class="mw-redirect" title="LOAEL">LOAEL</a>-Bereich (in mg Protein)
</th></tr>
<tr>
<td>Ei</td>
<td>0,13 bis 1,0
</td></tr>
<tr>
<td>Erdnuss</td>
<td>0,25 bis 10
</td></tr>
<tr>
<td>Milch</td>
<td>0,36 bis 3,6
</td></tr>
<tr>
<td>Nüsse (Macadamia, Cashew, Mandeln, Walnuss, Pistazien, Haselnuss und andere)</td>
<td>0,02 bis 7,5
</td></tr>
<tr>
<td>Soja</td>
<td>88 bis 522
</td></tr>
<tr>
<td>Fisch</td>
<td>1 bis 100
</td></tr></tbody></table>
<table class="wikitable" border="1">
<caption>Schwellenwerte für einige Allergene in ppm (mg Protein pro kg Lebensmittel) gemäß VITALKonzept
</caption>
<tbody><tr>
<th>Lebensmittel</th>
<th>Action Level 1</th>
<th>Action Level 2</th>
<th>Action Level 3
</th></tr>
<tr>
<td>Milch</td>
<td>&lt;5</td>
<td>5–50</td>
<td>&gt;50
</td></tr>
<tr>
<td>Ei</td>
<td>&lt;2</td>
<td>2–20</td>
<td>&gt;20
</td></tr>
<tr>
<td>Soja</td>
<td>&lt;10</td>
<td>10–100</td>
<td>&gt;100
</td></tr>
<tr>
<td>Fisch</td>
<td>&lt;20</td>
<td>20–200</td>
<td>&gt;200
</td></tr>
<tr>
<td>Erdnuss</td>
<td>&lt;2</td>
<td>2–20</td>
<td>&gt;20
</td></tr>
<tr>
<td>Haselnuss</td>
<td>&lt;2</td>
<td>2–20</td>
<td>&gt;20
</td></tr>
<tr>
<td>Sesamsamen</td>
<td>&lt;2</td>
<td>2–20</td>
<td>&gt;20
</td></tr>
<tr>
<td>Krebstiere</td>
<td>&lt;2</td>
<td>2–20</td>
<td>&gt;20
</td></tr>
<tr>
<td>Gluten</td>
<td>&lt;20</td>
<td>20–100</td>
<td>&gt;100
</td></tr></tbody></table>
<p>Obige Tabellen enthüllen zum einen Widersprüche in der Bewertung des allergenen Potentials verschiedener Lebensmittel, was die Problematik dieser Quantifizierungen belegt. Zum anderen liefern sie aber doch eine Basis, verschiedene Lebensmittel bezüglich ihrer Allergenität miteinander zu vergleichen und eine grobe Rangfolge abschätzen zu können.
</p><p>Laut einer Studie<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> werden Nahrungsmittelallergene, wie beispielsweise Milchbestandteile, Haselnüsse, <a href="Meeresfr%C3%BCchte" title="Meeresfrüchte">Meeresfrüchte</a>, <a href="Ovalbumin" title="Ovalbumin">Ovalbumin</a> oder Fischallergene, <a href="In_vitro" title="In vitro">in vitro</a> durch Simulierung der sauren Magenverdauung mit <a href="Pepsin" title="Pepsin">Pepsin</a> innerhalb von wenigen Minuten komplett verdaut, bei <a href="PH-Wert" title="PH-Wert">pH-Wert</a>-Anhebung allerdings nicht. Daraus folgerten die Forscherinnen, dass <a href="Nahrungsmittelallergie" title="Nahrungsmittelallergie">Nahrungsmittelallergieprobleme</a> mit einem erhöhten pH-Milieu des Magens in Zusammenhang stehen könnten. Säuglinge hätten erst am Ende des zweiten Lebensjahres Magensäurewerte wie Erwachsene. Auch Personen mit verminderter Magensäuresekretion oder nach Einnahme von <a href="Antazidum" title="Antazidum">Antazida</a>, <a href="Sucralfat" title="Sucralfat">Sucralfat</a>, <a href="H%E2%82%82-Rezeptor-Antagonisten" class="mw-redirect" title="H₂-Rezeptor-Antagonisten">H<sub>2</sub>-Rezeptor-Blockern</a> oder <a href="Protonenpumpenhemmer" title="Protonenpumpenhemmer">Protonenpumpeninhibitoren</a> haben erhöhte pH-Werte im Magen.
</p>
<dl><dt>Diagnostik</dt></dl>
<p>Für die Allergiediagnostik in Lebensmitteln kann der <a href="Enzyme-linked_Immunosorbent_Assay" title="Enzyme-linked Immunosorbent Assay">ELISA</a> zur direkten, quantitativen Bestimmung des Allergens sowie die <a href="Polymerasekettenreaktion" class="mw-redirect" title="Polymerasekettenreaktion">PCR</a> zum indirekten Nachweis der <a href="Desoxyribonukleins%C3%A4ure" title="Desoxyribonukleinsäure">DNA</a> des Allergens angewandt werden. In stark prozessierten Lebensmitteln wird häufig auf die PCR zurückgegriffen, da DNA deutlich hitzestabiler ist. In sauren Lebensmitteln, in denen die DNA <a href="Hydrolyse" title="Hydrolyse">hydrolysieren</a> kann oder wenn keine Auswirkungen auf Proteine zu erwarten sind, ist der ELISA-Test die Methode der Wahl. Dies gilt insbesondere für den Nachweis von Milch oder Ei, die natürlicherweise wenig DNA und viel Protein enthalten.<sup id="cite_ref-ladr_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-ladr-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Injektionsallergene">Injektionsallergene</h2></div>
<p><a href="Injektionsallergen" title="Injektionsallergen">Injektionsallergene</a> gelangen durch <a href="Injektion_(Medizin)" class="mw-redirect" title="Injektion (Medizin)">Injektionen</a> in den Körper. Dazu gehören auch die <a href="Insektengiftallergie" title="Insektengiftallergie">Insektengiftallergien</a>, bei denen das Allergen durch <a href="Insektenstich" title="Insektenstich">Insektenstiche</a> übertragen wird.
</p><p>Beispiele für Injektionsallergene:
</p>
<ul><li>tierischer Herkunft: Bienengift, Wespengift, Quallengift</li>
<li>pilzlicher Herkunft: Medikamente wie die Penicilline (aus Pilzkulturen)</li>
<li>chemischer Herkunft: jodhaltige <a href="Kontrastmittel" title="Kontrastmittel">Kontrastmittel</a>, Novocain und ähnliche Narkosemittel, Konservierungsmittel wie Parabene</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leitallergene">Leitallergene</h2></div>
<p>Leitallergene geben wichtige Hinweise darauf, inwieweit andere Stoffe zu einer allergischen Reaktion führen können. So reagieren Birkenallergiker in 50&nbsp;% der Fälle im Rahmen einer <a href="Kreuzallergie" title="Kreuzallergie">Kreuzallergie</a> auch auf bestimmte Nahrungsmittel wie Äpfel und Birnen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Deklarationspflichtige_Allergene">Deklarationspflichtige Allergene</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Allergenkennzeichnungsrichtlinie" class="mw-redirect" title="Allergenkennzeichnungsrichtlinie">Allergenkennzeichnungsrichtlinie</a></i></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Pseudoallergene">Pseudoallergene</h2></div>
<p>Häufige luftübertragene, nichtallergische Reizstoffe (<a href="Pseudoallergie" title="Pseudoallergie">Pseudoallergene</a>) sind:
</p>
<ul><li>Feinstaub</li>
<li><a href="Aerosol" title="Aerosol">Aerosole</a> aus Klebstoffen, Putzmitteln, <a href="Spr%C3%BChdosen" class="mw-redirect" title="Sprühdosen">Sprays</a> (z.&nbsp;B. Insektenspray)</li>
<li><a href="Parf%C3%BCm" title="Parfüm">Parfüm</a></li>
<li>Tabakrauch, Kerzen und Räucherkerzen</li>
<li>Umweltschadstoffe wie <a href="Kohlenstoffmonoxid" title="Kohlenstoffmonoxid">Kohlenstoffmonoxid</a> und <a href="Ozon" title="Ozon">Ozon</a></li></ul>
<p>Andere Auslöser allergieähnlicher Beschwerden:
</p>
<ul><li>Kontrastmittel</li>
<li>Medikamente (z.&nbsp;B. <a href="Acetylsalicyls%C3%A4ure" title="Acetylsalicylsäure">Acetylsalicylsäure</a>)</li>
<li>Milchzucker (Laktose)</li>
<li>Nahrungs- und Genussmittel mit hohem Histamingehalt</li>
<li>Narkosemittel</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Allergenfreie_Stoffe">Allergenfreie Stoffe</h2></div>
<p>Garantiert keine Allergien lösen aus:
</p>
<ul><li>sauberes <a href="Wasser" title="Wasser">Wasser</a></li>
<li>kleinkettige <a href="Zucker" title="Zucker">Zucker</a></li>
<li>Aminosäurelösungen</li>
<li><a href="Fette" title="Fette">Fette</a></li>
<li><a href="Luft" title="Luft">Luft</a> im Gebirge über ca. 2000&nbsp;m Meereshöhe (pollenfrei)</li>
<li>nicht iodiertes <a href="Speisesalz" title="Speisesalz">Speisesalz</a> (es ist umstritten, ob <a href="Iodunvertr%C3%A4glichkeit" title="Iodunverträglichkeit">Iodunverträglichkeit</a> eine Allergie darstellt)</li>
<li>Mineralsalze</li>
<li>gereinigte <a href="Vitamine" class="mw-redirect" title="Vitamine">Vitamine</a></li></ul>
<p>Bei Arbeitern, die mit Vitamin B1 Umgang haben, sind Allergien beschrieben.
Auf die Anwendung von Vitamin B12 sind bei Patienten Soforttyp-Allergien und Allergien vom verzögerten Typ beschrieben. Auch Vitamin E, INCI Tocopherol, kann in kosmetischen Produkten (hier als Antioxidans eingesetzt) Allergien auslösen. Allerdings sind diese Allergien nicht häufig.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Allergen" class="extiw external" title="wikt:Allergen">Wiktionary: Allergen</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a href="Ekzem" title="Ekzem">Ekzem</a></li>
<li><a href="Epikutantest" title="Epikutantest">Epikutantest</a></li>
<li><a href="Hapten" class="mw-redirect" title="Hapten">Hapten</a></li>
<li><a href="Hyposensibilisierung" title="Hyposensibilisierung">Hyposensibilisierung</a></li>
<li><a href="Immuntoleranz" title="Immuntoleranz">Immuntoleranz</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Helmholtz Zentrum München, Allergieinformationsdienst: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/tierhaarallergie.html">Tierallergien</a></i>.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">B.M. Hausen und J.K. Vieluf: <i>Allergiepflanzen Handbuch und Atlas Kontaktallergene Allergische Frühreaktionen</i>, Nikol Verlagsgesellschaft mbH &amp; Co.KG, Hamburg 1997, ISBN 3-933203-48-1.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Petra Gottlöber, H. Gall, R. U. Peter: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://link.springer.com/article/10.1007/BF03372298#citeas">Spezifische Hyposensibilisierung (Immuntherapie) mit Tierepithelien</a></i>. In: Allergo Journal, Band 9, S. 217–220, 2000.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Kirsten Beyer: <i>Strategien zur Bestimmung von Schwellenwerten für Lebensmittelallergene aus klinischer Sicht.</i> Expertengespräch im Rahmen der BMELV-Konferenz 2008 „Allergien: Bessere Information, höhere Lebensqualität“ am 15. Oktober 2008 in Berlin <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bfr.bund.de/cm/238/schwellenwerte_zur_allergenkennzeichnung_von_lebensmitteln_tagungsband.pdf">(PDF; 9,8&nbsp;MB)</a></span>
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<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">BMEL: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/Kennzeichnung/VerpflichtendeKennzeichnung/Allgemeine_Kennzeichnungsvorschriften/_Texte/Allergenkennzeichnung.html">Allergenkennzeichnung auf verpackten Lebensmitteln ist Pflicht.</a></i> Abgerufen am 5. Februar 2015.</span>
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<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Susanne C. Diesner, Isabella Pali-Schöll, Erika Jenden-Jarolim, Eva Untersmayr: <i>Mechanismen und Risikofaktoren für Typ&nbsp;1 Nahrungsmittelallergien: Die Rolle der gastrischen Verdauung</i> <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1007/s10354-012-0154-4">10.1007/s10354-012-0154-4</a></span></span>
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<li id="cite_note-ladr-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-ladr_7-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="LADR" title="LADR">LADR</a> Informiert: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ladr-lebensmittel.de/sites/all/themes/cont/files/pdf/news/115970_LADR_Info_264_Allergene_in_Lebensmitteln_181016.pdf">Allergene in Lebensmitteln</a></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Fisher: <i>Contact Dermatitis.</i> 4. Auflage. R. L. Rietschel, J. F. Fowler. Williams and Wilkins, Baltimore u.&nbsp;a., S.&nbsp;151–152.</span>
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</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.eu-verbraucher.de/de/verbraucherthemen/reisen-in-der-eu/vor-der-reise/allergie-woerterbuch/">Europaweites Allergiewörterbuch für Reisen (Europäische Verbraucherzentrale, Kiel)</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.aktionsplan-allergien.de">Allergieportal des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit Informationen zu den wichtigsten Allergenen der verschiedenen Lebensbereiche</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.allergome.org">Allergome - Datenbank allergener Proteine</a> (engl.)</li></ul>
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Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4001255-4">4001255-4</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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